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09.11.2018, 21:57 Uhr | kw Übersicht | Drucken
Gedenkveranstaltung zum 9. November 1938

Zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer der schrecklichen Geschehnisse des 9. November 1938 kamen heute Bürgerinnen und Bürger an der Gedenkstätte Hohenbinder Weg zusammen.




Der 9. November ist in dreifacher Hinsicht historisch:

1918 verkündete Philipp Scheidemann aus einem Fenster des Reichstages das Ende der Kaiserzeit und rief die Republik aus, am Nachmittag proklamierte Karl Liebknecht die „freie sozialistische Republik Deutschland“.

1989 fiel nach 28 Jahren die Berliner Mauer, was die Deutschen in Ost und West nach Jahren der Trennung endlich einte.

Anlass der heutigen Gedenkveranstaltung in Erkner waren die Geschehnisse des 9. November 1938. In Deutschland brach durch die Reichsprogromnacht -auch Reichskristallnacht genannt- in der Synagogen in Brand gesteckt und Menschen verschleppt und ermordet wurden, eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts an. In der Zeit vom 7. – 13. November 1938 wurden über 1400 Synagogen, Betstuben, Versammlungsräume und jüdische Friedhöfe zerstört, sowie Geschäfte und Wohnungen geplündert.

Bürgerinnen und Bürger Erkners gedachten der Opfer dieser Geschehnisse. Nach einleitenden, gedenkenen Worten des Bürgermeisters Henryk Pilz, ergriff der Pfarrer der katholischen Gemeinde Hansjörg Blattner das Wort. Er mahnte das Schweigen und das Wegsehen der Deutschen gegenüber den Verbrechen gegen die jüdischen Bürger an, die eben noch Nachbarn und Freunde waren. Gemeinsam mit dem Vikar der evangelischen Gemeinde Andreas Rauhut sprach er ein Gebet, an welchem sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger beteiligten.

Im Anschluss ließ Herr Hoffmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats, die Anwesenden eindrucksvoll an seinen Erinnerungen teilhaben, wobei er als Kind persönlich die Verhaftung einer jüdischen Nachbarin miterleben musste, was er als sehr traumatisch empfand..

Die Gedenkveranstaltung, an der auch Mitglieder des CDU-Stadtverbandes zugegen waren, endete mit einer Schweigeminute und dem Niederlegen von Kränzen und Blumengestecken.

aktualisiert von Karla Wulff, 09.11.2018, 22:33 Uhr


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