Bauvorhaben in Erkner

19.07.2021, 19:59 Uhr | Erik Nickel Fraktionsvorsitzender

Die anhaltend hohe Nachfrage an Wohnraum betrifft auch unsere Stadt. Schon vor "Tesla" belief sich die Warteliste auf Wohnungen in der WG Erkner auf bis zu 350 Personen. Der Leerstand liegt seit Jahren bei nur 1,45 Prozent und ergibt sich aus Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten.  Ein hoher Druck auf zu schaffende Bauflächen ist die Konsequenz.

Für uns als CDU ist aber klar, dass wir einer Umwandlung von Naturflächen, die öffentlich als Naherholungsraum genutzt werden, in Bauland nicht zustimmen werden. Dies betrifft insbesondere die "Wüste" in Neuseeland, die Waldflächen am Reiherhorst (Woltersdorfer Landstraße) und den Wald angrenzend an Karutzhöhe.

Auch ohne die Umwidmung von Naturflächen sind derzeit bis zu 400 Wohnung konkret in Planung oder bereits in Umsetzung. Bei angenommenen 2 Personen pro Wohnung ergibt das einen mittelfristigen Zuzug von 800 Personen. Aktuelle Baufelder sind:

Ahornallee ehem. Garagenkoplex,

Baufeld Gottesbrücker Weg,

Seestraße ehem. Bootshaus Kimmritz,

Bahnhofstraße ehem. Nettomarkt,

Gartenstraße gegenüber dem Carl-Bechstein-Gymnasium 

Berliner Straße gegenüber Aral.

Durch Lückenbebauung im Stadtkern plant die WG Erkner mittelfristig bis zu 200 neue Wohnungen zu bauen. Nicht gezählt sind geplante Neubebauungen im privaten Sektor. Für uns ist es wichtig den Innenstadtbereich zu entwickeln und dabei gute Plätze zum Verweilen zu schaffen.

Insgesamt stellt sich die Frage, wie weit die Infrastruktur der Stadt mit weiteren Zuzüglern belastet werden kann. Mehr Einwohner heißt mehr Dichte und damit abnehmende Wohnqualität. Andererseits benötigt die Stadt Steuereinnahme um unsere Errungenschaften wie die Stadthalle, Sportplatz oder das Kino erhalten zu können, oder aber auch um die geplante neue Grundschule finanzieren zu können. Es muss ein Mittelweg gefunden werden.

Fest steht, dass wir in Erkner mehr Einwohner haben werden. Wir müssen heute die Grundlagen für das Zusammenleben und die Versorgung aller Einwohner sichern. Das heißt vor allem Ausbau der Infrastrukturen in allen Bereichen.

Liebe Leserinnen und Leser, für eine Mitteilung Ihrer Meinung wären wir dankbar!


aktualisiert von Karla Wulff, 19.07.2021, 20:19 Uhr

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