CDU Stadtverband Erkner

Veränderungen in der Kitalandschaft in Erkner

Unsere Stadt Erkner verfügt über eine Vielzahl verschiedener Kitaeinrichtungen, welche von unterschiedlichen Trägern betrieben wird. Das sorgt für eine Vielfalt im Angebot, was wir begrüßen.

Die Stadt Erkner selbst bewirtschaftet keine Kita in der Stadt, ist aber bei einigen Liegenschaften Eigentümer der Gebäude und Grundstücke.

Die Betreiber haben in diesem Fall entsprechende Mietverträge.

Wer zahlt was: Die Personalkosten für den Kitabetrieb trägt der Landkreis unter bestimmten Voraussetzungen (Kita-Gesetz Land Brandenburg) sowie die Eltern der Kinder (Satzung Kita gebühren Landkreis Oder-Spree).

Aber auch die Stadt zahlt für den Unterhalt der Liegenschaft und für die Betriebskosten mit. Wer über die Kostenverteilung Genaueres wissen möchte, dem empfehle ich die Kita BKNV (Kindertagesstätten-Betriebskosten und Nachweisverordnung).

So zahlt die Stadt Erkner für den Kitabetrieb folgende Zuschüsse:

Kita Eichhörnchen        298.000 Euro

Kita am Kirchturm         353.00 Euro

Kita Sonnenschein        305.000 Euro

Kita Wasserwichtel        462.000 Euro

Kita Knippsenhausen    585.000 Euro

(Hort Koboldland           741.000 Euro zur Info)

 

Diese Aufwendungen sind im Haushalt der Stadt Erkner ein Teil von den jährlich zu erbringenden Transferaufwendungen. Die Transferaufwendungen machen 44 Prozent aller Ausgaben aus.

 

 

Auslastung der Kitas zum 01.06.2026

Kita Am Kirchturm:      69 Plätze        61 belegt

Kita Eichhörnchen:      54 Plätze        51 belegt

Kita Knirpsenhausen: 265 Plätze     138 belegt

(Hort Koboldland:       360 Plätze     315 belegt) nur zur Info

Kita Sonnenschein:      73 Plätze        57 belegt

Kita Wasserwichtel:    130 Plätze     100 belegt

Kita-Plätze gesamt:    591 Plätze     407 belegt

 

Die Geburtenrate in der Stadt Erkner brach seit 2021 um 40 Prozent ein. Auch für 2026 ist ein leichter weiterer Rückgang wahrscheinlich. Auf Grund geringer Baufläche und Bautätigkeiten im Bereich Wohnungsbau ist mit einem Zuzug von Familien mit Kindern in die Stadt nicht zu rechnen.

Deshalb wird weiter mit einem sinkenden Bedarf an Kitaplätzen gerechnet.

Das führt schon bald dazu, dass der Landkreis Oder-Spree seine Zuzahlungen gemäß Kita-Gesetz mangels genügender Auslastung kürzen wird. Die Kürzungen betreffen Personalkosten und Betriebskosten. Sollte die Absicht der Betreiber bestehen, diese Kitas weiterzubetreiben, erhöhen sich die Kosten für den Betreiber und die Stadt Erkner.

Da die Stadt Erkner sich schon jetzt in schwieriger finanzieller Lage befindet, wird bereits gespart. Eine Steigerung von regelmäßigen Kosten in Größe ab 100.000 Euro muss zwingend vermieden werden.

Ähnlich werden auch die Kitabetreiber denken, welche ebenfalls wirtschaftlich arbeiten müssen.

Deshalb haben auch die Kitabetreiber (AWO und DRK) der Kita Sonnenschein und Eichhörnchen gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen gesucht, die auch langfristig sinnvoll sind.

Die Stadt Erkner (Verwaltung und Kommunalpolitik) ist kein Vertragspartner der betroffenen Eltern in den benannten Kitas und hat daher auch kein Mitspracherecht in der Betriebsarchitektur der jeweiligen Kita bzw. Betreibergesellschaft. Deshalb ist es auch nicht zielführend, als Elternsprecher im öffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung Stellungnahmen der Verwaltung und Abgeordneten einzufordern, bzw. Vorwürfe einer möglichen Veränderung an die Abgeordneten und Verwaltung zu richten.

Die Gespräche über anstehende Veränderungen sind zwischen Kitaleitung (Vertreter der Betreiber) und den Eltern zu führen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird seitens der Betreiber geprüft, ob eine Aufteilung der Kita Koboldland für zwei verschiedene Betreiber möglich ist. Da sich dieses Gebäude in Eigentum der Stadt befindet, laufen wegen der möglichen Umbaukosten Gespräche mit der Stadtverwaltung.

Ergänzend sollte in der Abwägung noch folgendes einbezogen werden:

Die Kita Kirpsenhausen wurde in den letzten Jahren für ca. 3.000.000 Euro saniert und befindet sich daher in einem sehr guten Zustand.

Die Kitas Sonnenschein und Eichhörnchen haben einen erheblichen Sanierungsbedarf. Hier wären für einen Weiterbetrieb zukünftig umfängliche Sanierungsarbeiten zu erheblichen Kosten (genaues hierzu noch nicht bekannt) notwendig.

Geprüft wird ein Umzug der Kita Sonnenschein und der Kita Eichhörnchen in das Gebäude der Kita Knirpsenhausen in den Jahren 2027 oder 2028, was nach unserer Kenntnis noch nicht von den Betreibern beschlossen ist.